TIERNOTHILFE Ukraine e.V.

 
 

Kastrationsaktion im "Katzenkloster" Neshcheriv 2020




2020 war Corona bedingt für Niemanden einfach. Auch der Tierschutz gestaltete sich extrem schwierig. Unser geplantes Kastrationsprojekt im Kloster Neshcherov musste wegen der Coronapandemie mehrfach verschoben werden. 

Unser ukrainisches Team, nutze die erste Gelegenheit, nach dem die Einschränkungen in der Ukraine gelockert wurden, um das Projekt zu verwirklichen. 

Ein so kurzfristig angesetztes angesetztes Projekt barg die Gefahr dass Niemand kommen würde. Denn  nicht viele Tierhalter in ländlichen Regionen sind von Kastrationen überzeugt. Zudem ist man bei Vereinen aus dem Ausland misstrauisch. 

Die Mönche machten in den Gottesdiensten Werbung für das Projekt und hingen Aushänge an die Bushaltestellen und die Schwarzenbretter der kleinen Geschäfte in der Gegend. 

Was dann im Lauf der Woche passierte war unglaublich- innerhalb weniger Tage wurden weit über 100 Tiere angemeldet. 

   

 

Auf das Team kamen drei intensive Tage zu.

Die Mönche haben unser Team großartig unterstützt und schon vorher die Termine organisiert (auch um in Coronazeiten größere Menschengruppen zu vermeiden). 

Und sie kümmerten sich die ganzen Tage persönlich um die Anmeldung und den Empfang.

Insgesamt konnten 111 Hunde und Katzen kastriert und geimpft werden, worüber wir sehr glücklich sind.

Nach einem solchen Wochenende gab es natürlich auch wieder viele Geschichten zu erzählen, schöne und traurige. 

Eine Familie hatte mehrere wilde Straßenkatzen eingefangen, obwohl die sich ordentlich zur Wehr gesetzt hatten.
Trotz einiger "Kampfspuren" warteten sie noch den ganzen Tag vor dem Kloster um die Katzen wieder mitnehmen zu können.

Eine kleine dreifarbige Glückskatze wurde leider nach der Operation nicht mehr abgeholt, das hatten die Menschen die sie gebracht haben, allerdings vorher angekündigt. Wir kennen die Hintergründe nicht, aber wir sind froh, dass sie zu uns kam und nicht ausgesetzt wurde. Für sie werden wir ein neues Zuhause suchen.