TIERNOTHILFE Ukraine e.V.

 
 

Kastrationsaktion im "Katzenkloster" Neshcheriv 2021

Auch 2021 stand noch im Zeichen der Corona Einschränkungen. Dies machte unsere Planung auch dieses Jahr wieder sehr schwierig. Aufgrund vieler Unsicherheiten wurde das Projekt immer weiter verschoben. Anfang des Sommers schien die Lage weltweit, aber vor allem in der Ukraine so weit stabil, dass wir mit der Planung beginnen konnten.

Nachdem der Termin mit dem Mönchen abgesprochen war, wurde das Team zusammen gestellt. Aufgrund der Erfahrungen, was den Bedarf nach Kastrationen an geht, wollten wir dieses Jahr mit einem größeren Team mehr erreichen. 

Unsrer Team bestand aus vier erfahrenen ukrainischen Tierärztinnen, sieben freiwilligen Helfern und einem befreundeten  portugiesischen Tierarzt, der extra für das Projekt in die Ukraine kam. Er hat schon an sehr vielen großen Kastrationsaktionen teilgenommen und arbeitet auch noch in einem Tierheim in Portugal. Neben seiner tatkräftigen Unterstützung im OP konnte er unseren ukrainischen Tierärztinnen auch noch spezielle OP Techniken zeigen, die für solche Kastrationsaktionen hilfreich sein können.

Schon kurz nachdem die ersten Flyer an den Bushaltestellen in den Dörfern um das Kloster hingen, kamen die ersten Anmeldungen. Der Ansturm hat uns überrascht, wir wussten dass der Bedarf groß ist, aber so groß, damit hatten wir nicht gerechnet.


 


Bereits kurz nachdem unser Team im Kloster ankam, bildete sich schon eine Schlange von Menschen mit ihren Tieren. Zum Glück hatten wir bereits am Tag vorher alles vorbereitet, so konnten wir direkt los legen. Am Ende eines anstrengenden Tages hatte unser Team 85 Tiere behandelt.

Der zweite Tag begann wie der erste endete... mit vielen Patienten. Auch am Samstag bildete sich innerhalb kürzester Zeit eine Schlange von Katzenkörben vor unserem OP. Da wir aus den Erfahrungen der vergangenen Projekte gelernt haben, hatten wir einige Katzenboxen gekauft, die wir den Menschen die mit ihren Katzen auf dem Arm, im Sack oder im unsicheren Pappkarton kamen für die Wartezeit leihen konnten und wir hatten Hocker besorgt. So konnten wir die Wartezeit für die Tiere und die Menschen wenigstens etwas angenehmer machen.

Der dritte und letzte Tag des Projekts sollte eigentlich etwas früher enden als die Tage zuvor, denn schließlich musste ja noch aufgeräumt werden und einiges eingelagert werden. Aber es war schon abzusehen dass dies eher Wunschdenken war.

An diesem Tag haben wir noch einen Hol / Bringdienst eingerichtet, für die Tiere von Rentnern oder Gehbehinderten Menschen deren Tiere sonst nicht zu uns gekommen wären.  Am Sonntag hieß es einige male die Beiden sind jetzt die Letzten. Unser Team hat wirklich bis zum letzten Moment alles gegeben und niemand wollte jemanden abweisen.

So konnte wir am Ende der drei Tage, 234 behandelte Tiere zählen. Ein unglaublicher Erfolg mit dem wir alle nicht gerechnet hatten.

Auch Tage später kamen noch Anmeldungen auf unserer extra dafür eingerichteten Telefonnummer an, leider mussten wir die Menschen auf das nächste Projekt vertrösten.